Über dieses Symbol gelangen Sie auf das Hauptmenü und können durch die Website navigieren.

03. Mar 2009

Kein Wertverfall am Immobilienmarkt

Trotz der Wirtschaftskrise sind die Verkaufspreise für Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen und Baugrundstücken überwiegend unverändert und stabil. Die Banken vergeben für eigengenutzte Immobilien weiterhin günstige Kredite.

Die Immobilie erweist sich in wirtschaftlichen Krisenzeiten als gute Altersvorsorge, berichtet Steffen Schnoor, Immobilienspezialist für den Südwesten der Stadt und Kleinmachnow. Eine „Flucht“ des Kapitals in die Immobilie als Sachwert hat allerdings nicht stattgefunden. Es herrscht auch in diesem Wirtschaftszweig eine starke Verunsicherung und Zurückhaltung bei den Markteilnehmern. Die durchschnittliche Vermarktungsdauer ist folglich gestiegen, berichtet Schnoor.

Immobilien in guter Lage mit hochwertiger Ausstattung sind aber auch in unruhigen Zeiten weiterhin sehr gefragt. Preissteigerungen, insbesondere bei Neubauvorhaben und freistehenden Einfamilienhäusern, sind allerdings wie noch zuletzt, nicht mehr zu vermelden. Laut Schnoor sind die Mieten von der Finanzkrise weniger betroffen. Der Mietzins bei exklusiven Altbauten um die Jahrhundertwende hat abermals einen Anstieg zu verzeichnen. Nennenswerte Mietsteigerungen bei der Nettokaltmiete im sonstigen Bestand sind aufgrund bereits gestiegener Nebenkosten derzeit aber nicht zu erwarten.

Im Investmentbereich wirkt sich die internationale Finanzkrise bereits seit Ende 2007 auf den Berliner Immobilienmarkt aus. Die Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern divergieren wegen der erneut gefallenen Preise meist erheblich. Die Transaktionszahlen sind dementsprechend gering und die restriktive Kreditvergabe der Banken in diesem Marktsegment erweist sich als zusätzliches Hemmnis.