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20. May 2006

Die Immobilienpreise steigen

Der Ring Deutscher Makler präsentiert seinen Preisspiegel 2006 und sieht eine "deutliche Veränderung zum Positiven" in vielen Bereichen von Berlin und Brandenburg

"Wir haben eine deutliche Veränderung zum Positiven in vielen Immobiliensegmenten in Berlin und Potsdam wahrgenommen", berichtet Steffen Schnoor, Vorstandsmitglied im Ring deutscher Makler, Landesverband Berlin und Brandenburg. Die Anzahl der Verkäufe in 2005 sei gegenüber dem Vorjahr um mehr als 20 Prozent deutlich angestiegen, der Umsatz wuchs sogar um mehr als 40 Prozent", berichtet Schnoor.

"Und auch für das Jahr 2006 ist der Trend am Immobilienmarkt weitgehend positiv, die Preise werden leicht steigen" ergänzt der RDM-Bewertungsausschußvorsitzende Eugen Schnoor. Aktuelle Preise vom Berliner und Brandenburger Immobilienmarkt gibt's jetzt in einem neuen Preisspiegel des RDM-Landesverbandes.

In jüngster Zeit seien die Wohnimmobilienpreise in Berlin erstmals weitgehend stabil geblieben, nachdem sie zehn Jahre lang kontinuierlich gefallen seien. Zuletzt sind in Berlin die Preise für freistehende Einfamilienhäuser im unteren und mittleren Preissegment bis 125 qm Wohnfläche um sechs bis zehn Prozent gestiegen. "Gewinner" waren dabei Reihenmittelhäuser mit rund 100 qm Wohnfläche im unteren und mittleren Preissegment im Westeil der Stadt, hier gab es deutliche Wertzuwächse von sieben Prozent und mehr, während im Ostteil zum Teil leichte Preisrückgänge zu verzeichnen sind.

Auch bei Mietshäusern sei es zu einem spürbaren Anstieg der Preise im ganzen Stadtgebiet gekommen, teils um bis zu 25 Prozent. "Verlierer" waren dagegen die Baugrundstücke für Einfamilienhäuser in sehr guten Wohnlagen im Westteil der Stadt, hier sind die Preise von 700 auf 680 Euro/qm gefallen.

Und Brandenburg? Auch in Potsdam liegen Einfamilienhäuser im Trend. So stieg der Preis für freistehende Häuser mit 150 qm Wohnfläche und Garage von 200 000 auf 220 000 Euro, während in Cottbus teils deutliche Preiseinbrüche für Neubauten ab Baujahr 1990 zu verzeichnen sind. Der Wohnimmobilienmarkt in Frankfurt (Oder) hingegen zeigt sich konstant, aber bei schwachem Umsatz und Angebotsüberhang.

Dies alles geht aus dem neuen RDM-Preisspiegel des Bewertungsausschusses hervor. Das Gremium von Experten aus der Immobilienwirtschaft besteht aus 24 Maklern, öffentlich bestellten Sachverständigen und Mitgliedern des Gutachterausschusses von Berlin und Brandenburg. Es veröffentlicht zweimal jährlich seinen Preisspiegel. Grundlage dafür sind - wie bei den eigenen Recherchen der Berliner Morgenpost - die Immobilienpreise zum Jahresanfang und zur Jahresmitte jeden Jahres. Bewertet werden Baugrundstücke, Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen und Mietshäuser.

Der Preisspiegel hat sich zu einem Standardwerk am Immobilienmarkt entwickelt, die Auflage ist jetzt erstmals auf 10 000 Exemplare gestiegen. Den Preisspiegel können auch für Nicht-RDM-Mitglieder beziehen, für 20 Euro plus Versandkosten in der RDM-Geschäftsstelle (Tel. 030/213 20 89 oder per Mail unter info@rdm-berlin-brandenburg.de).

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© Berliner Morgenpost 2006