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12. May 2007

Höhere Preise für Eigenheime

RDM-Preisspiegel 2007: Immobilienpreise und Nachfrage rund um Berlin weiter positiv

Angesichts des Rekordjahres 2006 wird es am Berliner Immobilienmarkt sicher nicht noch mehr Verkäufe geben - aber der anhaltend positive Markttrend dürfte sich in der ersten Jahreshälfte 2007 doch fortsetzen. Das prognostiziert der Ring deutscher Makler, Landesverband Berlin Brandenburg (RDM), in seinem Preisspiegel fürs erste Halbjahr 2007 für den Immobilienmarkt rund um die bundesdeutsche Hauptstadt.

Zusammenfassend meint der Vorsitzende des RDM-Bewertungsausschusses, Eugen Schnoor, dass im Vergleich zum vergangenen Halbjahr in gefragten Wohnlagen Berlins moderate Mietsteigerungen um bis zu 0,50 Euro/qm erzielt wurden - gute Ausstattung vorausgesetzt. Das gilt auch für Potsdam und Kleinmachnow.

Bei den Baulandpreisen hat sich im Westteil Berlins zuletzt kaum etwas bewegt. Größere Nachfrage zeigt sich dafür aber im Süden ab, vor allem führt der RDM diesen Trend auf Arbeitsplätze im Technopark Adlershof und immer mehr auf den expandierenden Flughafen Schönefeld zurück. Im Ostteil der Stadt haben die Baulandpreise sonst aber größtenteils nachgegeben.

Bei freistehenden Einfamilienhäusern, bei Reihenhäusern und Doppelhaushälften sind im Westteil von Berlin innerhalb eines halbes Jahres etwa fünf höhere Verkaufspreise erzielt worden. Das Angebot an eigenen vier Wänden sei hier knapp und die Nachfrage weiterhin hoch, merken die RDM-Experten an - was die Makler selbst übrigens auch freut, denn: Die Vermittlungsdauer ist geringer geworden. Und laut Prognose des RDM-Vorstandsmitglieds Steffen Schnoor wird der Aufwärtstrend in diesem Segment des Berliner Immobilienmarkts auch weiterhin anhalten.

Nicht so viel Schwung haben Eigentumswohnungen, die laut RDM-Preisspiegel "weitgehend auf gleich bleibendem Niveau" verharren. Allerdings: Die Nachfrage nach gepflegten und topsanierten Altbauwohnungen sei dagegen besonders groß - egal, ob Miete oder Kauf.

Durch die anhaltende Nachfrage nach Miets- oder Zinshäusern mit hohem Wohnflächenanteil kam es in Berlin und Potsdam zu erstaunlichen Preissprüngen. Diese Euphorie hält weiter an, doch mit weiteren Preissteigerungen des bereits hohen Preisniveaus sei nun nicht mehr zu rechnen.

In Kleinmachnow und Potsdam boomt der Markt im oberen Preissegment bei Wohnimmobilien, während in Frankfurt/Oder angesichts seiner zunehmenden demographischen Probleme nur wenige Kauffälle bei meist gleich bleibenden Preisen zu verzeichnen gewesen seien.

Vom Bewertungsausschuss werden weder durch die Mehrwertsteuererhöhung noch die in Berlin von 3,5 auf 4,5 Prozent erhöhte Grunderwerbsteuer größere negative Auswirkungen befürchtet. Auswirkungen auf Preise und Nachfrage seien auch wegen der Einführung des Energiepasses "nach wie vor nicht zu erkennen".

Am neuen Preisspiegel haben im RDM-Bewertungsausschuss 24 Makler, öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige sowie Mitglieder des Gutachterausschusses von Berlin und Brandenburg mitgewirkt. Der Preisspiegel erscheint zweimal jährlich.

tr

© Berliner Morgenpost 12.05.2007